Medienunternehmen

Vollbefragung des Personalmanagements privatwirtschaftlicher Medienbetriebe in NRW

Unter der Annahme, dass im Management der Medienhäuser, besonders in Presseverlagen wegen der Befürchtung mangelnder Sprachbeherrschung, skeptische Attitüden gegenüber der Beschäftigung von Journalisten mit Migrationshintergrund überwiegen, wurden mit dem Personalmanagement nordrhein-westfälischer Medienbetriebe qualitative und quantitative Befragungen durchgeführt. Damit sollten Ausnahmen von der vermuteten Regel und für migrantische Journalisten offene Redaktionen identifiziert werden.

Da die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten eine eigenständige Diversity-Politik mit entsprechenden Fördermaßnahmen betreiben, konzentrierte sich das Projekt auf privatwirtschaftliche Medien. In NRW sind das im Wesentlichen die hier ansässigen Verlage und Verlagskonzerne mit ihren Print- und Onlineprodukten, lokale und bundesweite Fernsehsender sowie die vergleichsweise zahlreichen privaten Lokalradios im Zwei-Säulen-Modell. Insgesamt wurden 541 nordrhein-westfälische Redaktionen kontaktiert. Davon haben sich 124 Personalverantwortliche zu einem Interview bereiterklärt, 72 haben letztendlich an der Befragung teilgenommen. Darüber hinaus wurden Gespräche mit den journalistischen Berufsverbänden DJV, Verband Freier Journalisten und Verband Lokaler Rundfunk sowie mit der Landesanstalt für Medien NRW geführt.

Neben der Frage nach der Bereitschaft zur Einstellung migrantischer Journalisten ging es in den Interviews auch darum, grundsätzliche Auffassung und Einstellungen der Befragten zum Thema Migration und Integration herauszufiltern. So wurde beispielsweise danach gefragt, ob Deutschland als eine Einwanderungsgesellschaft bezeichnet werden kann. Nachstehend finden sich einige ausgewählte Befragungsergebnisse. (Der komplette Fragenkatalog kann hier eingesehen werden)